Ausgangslage
Gegenwärtig existiert in der Tourismuswirtschaft keine durchgängige, konsistente und vor allem aufwandslose Informationsbegleitung eines Reisenden, während dieser sich in seiner Urlaubsregion aufhält. Die klassischen Kanäle der Informationsbeschaffung sind seit Jahren Printmedien, Reiseberichte in Rundfunk und TV sowie zunehmend das Internet. Nur selten präsentieren sich kleine Regionen in einem Gesamtkontext einer größeren, zusammenhängenden Region, sondern bauen eher auf eigene Prospekte und Internetauftritte.
Interessenbezogene Informationen
Hier setzt das Netzwerkkonzept TOURiST an. Der hinsichtlich seiner Interessen zunächst anonyme Urlauber wird beim Check-In in das Hotel, die Pension oder den Campingplatz bezüglich seiner Interessenlage befragt. Ein RFID-Tag, beispielsweise in Form eines Schlüsselanhängers, speichert das daraus resultierende Profil. Gleichzeitig kann dieses für spätere push-Informationen (z.B. Last Minute-Angebote), die asynchron über das Handy bereitgestellt werden, zentral abgelegt werden. Während sich der Reisende in der Urlaubsregion bewegt, kann dieser an stationären Auskunftsterminals aktiv Informationen ohne Eingabeaufwand dadurch abrufen, dass von den Terminals sicht- und kontaktlos der RFID-Tag ausgelesen wird.
Pflegeleichtes System
Die Zielsetzung von TOURiST basiert darauf, dass die ökonomisch relevante Nutzung touristischer Einrichtungen deutlich optimiert werden kann, wenn eine durchgängige und konsistente informationstechnische Begleitung der Urlauber erfolgt. Für die Nutzerseite entsteht im Hinblick auf den Abruf der Informationen keinerlei Aufwand (z.B. Einweisung in den Umgang mit dem System entfällt). Für die Angebotsseite (Hotels, Restaurants, Museen) ist das System so konzipiert, dass kein systembezogener Pflegeaufwand für die Informationsbereitstellung erforderlich ist. Ergänzend kann der Abruf der Informationen an den Auskunftsterminals durch die Auswertung der resultierenden Bewegungsprofile zur Angebotsoptimierung genutzt werden.

